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Der mächtige, gotische Backsteinbau an der Oder, die ur-
sprüngliche Kirche des um 1270 gegründeten Franziskaner-
klosters, ist eine dreischiffigen Hallenkirche mit sechs Jochen.
Der einschiffige, gerade geschlossene Chor ist dreijochig
ausgeführt, mit zweigeschossigem nördlichem Anbau in ganzer
Länge.

1301 erfolgte die Weihe des Gründungsbaus, von dem der
Rechteckchor und Teile der nördlichen Langhauswand erhalten
blieben.

1516/25 wurde von Andreas Lange das Langhaus mit reichen
Sternnetzgewölben auf achteckigen Pfeilern neu errichtet und
im östlichen Joch des Mittelschiffes im 18. Jahrhundert massive
rechteckige Pfeiler eingefügt.

1811 wurde der Bau selbstständige Pfarrkirche und von der
Frankfurter Garnison genutzt.

Nach dem 2. Weltkrieg ohne Heimatgemeinde leerstehend,
vereinbarten der Rat der Stadt Frankfurt und die evangelischen
Kirchengemeinden die Erhaltung der Klosterkirche und Nutzung
als Konzertstätte.

1966 konnte mit der Restaurierung und Erweiterung begonnen
werden.

Seit 1967 ist das Haus Konzerthalle der Stadt Frankfurt (Oder)
und trägt den Namen Carl Philipp Emanuel Bach.

1987 wurde mit dem Anbau des Funktionsbaus begonnen. 1988
fertiggestellt, befinden sich hier Probenräume, Gaststätte, Garde-
roben, Büro- und Instrumentenräume.