Mitglied im Deutschen Musikrat
1714 — Carl Philipp Emanuel Bach wird am 8. März als zweiter
Sohn von Johann Sebastian Bach und Maria Barbara Bach in Weimar
geboren.

1731 — Am 1. Oktober wird er als Student an der juristischen
Fakultät der Leipziger Universität immatrikuliert. Als eines
seiner ersten Werke entsteht das „Menuet pour le clavessin“,
Wq 111/H 1.5.



Jugendbildnis C. Ph. E. Bachs, Meininger Pastell um 1733

1734 — Fortsetzung des Studiums an der Universität in Frank-
furt (Oder). Bach gibt nebenbei Klavierunterricht, komponiert
und leitet „alle damals vorfallenden öffentlichen Musiken bey
Feyerlichkeiten“.

1738 — Berufung als Cembalist in der Kapelle des späteren
Königs Friedrich II. von Preußen.



C. Ph. E. Bach: Titelblatt „Sechs leichte Klavier-Sonaten“,
Leipzig 1766 bey Bernhard Christoph Breitkopf und Sohn.
Seltene Originalausgabe in Typendruck. Im Besitz der
Musikgesellschaft.


1742 — In Berlin entstehen 6 Klaviersonaten, die sog.
„Preußischen Sonaten“, Wq 49/H 24-29, wenig später die
sog. „Württembergischen Sonaten“, Wq 49/H 30-34, 36.
Bach verkehrt in Musikerkreisen (Quantz, die Brüder Benda
und Graun, Agricola, Krause, Marpurg u.a.) sowie in litera-
rischen Zirkeln Berlins um Lessing, Ramler, Sulzer und Gleim.

1744 — Carl Philipp Emanuel Bach heiratet Johanna Maria
Dannemann, die Tochter eines Weinhändlers. Aus der Ehe
gehen drei Kinder hervor.

1750 — Am 28. Juli stirbt Johann Sebastian Bach. Philipp
Emanuel bewirbt sich vergeblich um die Nachfolge im Thomas-
kantorat.

1753 — Veröffentlichung seines bedeutenden Lehrwerkes
„Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen“ (2. Teil,
Berlin 1762).



C. Ph. E. Bach: Titelblatt „Herrn Christoph Christian Sturms …
geistliche Gesänge“, 1. Sammlung, Hamburg bey J. H. Herold
1780 mit Pränumerantenverzeichnis, Seltene Erstausgabe.
Im Besitz der Musikgesellschaft.


1758 — In Berlin erscheinen „Herrn Professor Gellerts Geist-
liche Oden und Lieder mit Melodien“ in der Vertonung Carl
Philipp Emanuel Bachs.

1768 — Im März wird Carl Philipp Emanuel Bach Nachfolger
Telemanns im Amt des städtischen Musikdirektors an den fünf
Hauptkirchen in Hamburg.
Wie in Berlin wird Bachs Haus geselliger Mittelpunkt für viele
Künstler (Lessing, Klopstock, Gerstenberg, Voß u.a.). In öffent-
lichen Konzerten führt Bach eigene Werke sowie Kompositionen
von Telemann, Händel, Graun, Hasse, Jomelli u.a. auf. Seine
Improvisationen auf dem Cembalo und Clavichord werden weit-
hin geschätzt.

1772 — Der englische Musikgelehrte Charles Burney besucht
Bach in Hamburg. (Im 1773 veröffentlichten 3. Teil seines „Tage-
buches einer Musikalischen Reise“ sind eine Schilderung dieser
Begegnung und die Selbstbiographie Bachs enthalten.)

1775 — Der Erstdruck des Oratoriums „Die Israeliten in der
Wüste“, Wq 238/H 775, wird veröffentlicht.

1779 — Die erste Sammlung der „Sechs Clavier-Sonaten für
Kenner und Liebhaber“, Wq 55/H 130, 186 usw., erscheint (bis
1787 folgen fünf weitere Sammlungen).

1780 — In Leipzig werden die vier „Orchester-Sinfonien mit
12 obligaten Stimmen“, Wq 183/H 663-666, gedruckt.



C. Ph. E. Bach: Titelblatt „Carl Wilhelm Rammlers Auferstehung
und Himmelfahrt Jesu“, Leipzig im Breitkopf Verlag 1787, Erst-
ausgabe der Partitur. In Typendruck. Im Besitz der Musikgesell-
schaft.


1787 — In Leipzig erscheint das Oratorium „Die Auferstehung
und Himmelfart Jesu“, Wq 775/H 238, das bereits 1774 ent-
standen ist.

1788 — Am 14. Dezember stirbt Carl Philipp Emanuel Bach.
Klopstock und Gleim widmen ihm dichterische Nachrufe. Der
größere Teil der nachgelassenen Musikalien wird später von
dem Sammler Georg Poelchau erworben.